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Marieluise Claudius - 1
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Hans Albers
Sherlock Holmes
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Sie sei schöner gewesen als Marlene Dietrich und eine große Hoffnung des deutschen Films in den 30er Jahren, hieß es in einem Nachruf auf die 1941 mit nur 29 Jahren verstorbene Theater- und Filmschauspielerin Marieluise Claudius.

Während die Dietrich 1930 nach der Premiere des Films "Der blaue Engel" mit Josef von Sternberg in die USA ging, begann für die 11 Jahre jüngere flachsblonde Schönheit die Karriere in Berlin.

Mit "Der Mann, der Sherlock Holmes war" (Mein absoluter Lieblingsfilm!!!) erreichte sie im Juli 1937 an der Seite von Hans Albers bereits den Höhepunkt ihrer Filmlaufbahn, denn sie konnte nur noch wenige Filme drehen, bevor eine Herzmuskelschwäche, ausgelöst durch Multiple Sklerose (MS) in einer sehr aggressiven Form, sie am 02.08.1941 aus dem Leben riss.


 Wahrscheinlich wurde im Himmel ein neuer Engel gebraucht...


Die am 06.01.1912 in Meiningen geborene Tochter eines Hofschauspielers und Nachfahrin des großen Dichters Matthias Claudius stand bereits als Kind auf der Theaterbühne. Ihr erstes Engagement erhielt Marieluise Claudius 1932 in Düsseldorf. Sie war eine Schauspielerin mit guten Manieren und galt als zurückhaltend und willensstark zugleich. In der damaligen Zeit repräsentierte sie den Typ "deutsches Mädel". Bei großen Empfängen war sie umschwärmt und auch oft zu Festen in die Reichskanzlei eingeladen (u.a. neben Luis Trenker, Emil Jannings, Werner Kraus, Heinz Rühmann, Leni Riefenstahl, Christina Söderbaum und Zarah Leander).  


 Die sympathische Künstlerin privat: 

 Vier lange Jahre hatte sie unter MS - dieser heimtückischen Krankheit - zu leiden.


 Bild unten: Ein Stern ging auf am Kino- und Theaterhimmel...

Schon 1933 stand sie erstmals vor der Filmkamera (siehe Bild oben aus dem Film "Reifende Jugend" unter der Regie von Carl Froelich). In den folgenden Jahren wurde sie für Filme ganz unterschiedlichen Genres verpflichtet. In der volkstümlichen Komödie "Krach um Jolanthe" (1934, Regie: wieder Carl Froelich) spielte Marieluise Claudius die Schwester eines Müllers. - Bereits im Jahr zuvor berichtete die "Berliner Illustrirte Zeitung" am 19.11.1933, dass die Urenkelin von Matthias Claudius in der Bauernkomödie "Krach um Jolanthe" im Berliner Lessing-Theater eine starke (so wörtlich) Begabung zeigte. Die Preußenprinzessin Wilhelmine verkörperte sie 1935 im Film "Der alte und der junge König".

 "Peer Gynt" (1934):

Als Solveig in "Peer Gynt", Fritz Wendhausens Verfilmung des gleichnamigen Werkes von Henrik Ibsen, drehte Marieluise Claudius 1934 zum ersten Mal gemeinsam mit Hans Albers. Zu ihren viel beachteten Rollen zählte auch die der polnischen Kurtisane und Mätresse August des Starken, Gräfin Cosel, in "August der Starke" (1936). In "Schatten über St. Pauli" (1938, Regie: Fritz Kirchhoff) war sie die Partnerin von Gustav Knuth. Der Streifen "Ein Robinson". - Das Tagebuch eines Matrosen" (1940) wurde die letzte Filmarbeit der bereits gesundheitlich geschwächten Schauspielerin. Sie starb am 02.08.1941 in Berlin.

Bestattet wurde sie auf dem Friedhof Lindenstraße (Neuer Friedhof Wannsee) in Berlin. Heute ist ihr Grab dort nicht mehr zu finden. 

Die Filme:

"Reifende Jugend" (1933)

"Die Stimme der Liebe" (1933)

"Peer Gynt" (1934)

"Das verlorene Tal" (1934)

"Krach um Jolanthe" (1934)

"Der rote Reiter" (1934/35 - bereits teilweise in Farbe)

"Der alte und der junge König" (1935)

"Ich war Jack Mortimer" (1935)

"Der Ammenkönig - Das Tal des Lebens" (1935)

"Die Entführung" (1935)

"August der Starke" (1936)

"Einmal werd´ ich Dir gefallen" (1937)

"Pan" (1937)

"Der Mann, der Sherlock Holmes war" (1937)

"Schatten über St. Pauli" (1938)

"Maja zwischen zwei Ehen" (1938)

"Ein Robinson. - Das Tagebuch eines Matrosen." (1940)



 In ihrer letzten Filmrolle:

 "Ein Robinson. - Das Tagebuch eines Matrosen." (1940)

- Fotos aus diesem Film auf der Seite "Marieluise Claudius - 2". -


 Weitere Fotos aus ihrer (leider nur kurzen) Karriere:

 - Fortsetzung auf der Seite "Marieluise Claudius - 2". -